Vorstand Lars Calmbacher 

zur Corona-Krise:

 „Ich wünschte, all das wäre nie passiert.“
 „Das tun alle, die solche Zeiten erleben. Aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist.“

Tolkien (Herr der Ringe)

Dieses Zitat begegnete mir in letzter Zeit häufiger in verschiedenen Situationen und ist hängen geblieben.

Durch die Corona-Krise hat sich vieles in unserem normalen Alltag verändert. Schulen und Kindergärten sind geschlossen, viele von uns machen Home-Office. In Vereinen ist nichts mehr los, da alle Gruppen und Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt und geschlossen wurden. Auch im

alltäglichen sozialen Umfeld müssen wir mit starken Veränderungen leben.

Das Kontaktverbot und die räumliche Distanz, die man halten soll, um Ansteckungen zu vermeiden sorgen für weitere Unsicherheit bei vielen.

Und doch sehe ich in der Krise auch eine schöne Entwicklung. Viele Menschen erklären sich bereit anderen zu helfen. Sei es durch Einkaufsdienste oder andere Hilfestellungen. In einer Zeit, in der manche nur an sich selbst

und ihr eigenes Wohlbefinden denken keine Normalität.

Ich glaube das verlangsamte Alltags-Leben hat auch andere Vorteile. Im normalen Alltag waren oft schnelle Entscheidungen und Rückmeldungen gefordert. Jetzt haben wir die Zeit und Muße Sachen zu durchdenken, auch mal eine Pause einzulegen und auf unser Wohlbefinden zu achten. Kleinere Dinge finden wieder unsere Aufmerksamkeit und wecken mit ihrer einfachen Schönheit unsere Begeisterung. Auch findet sich wieder die Zeit mit alten Freunden Kontakt zu bekommen, persönliche Gespräche am Telefon oder per Videokonferenz zu führen, statt eine schnelle WhatsApp zu schreiben. So haben wir trotz „Social Distancing“ viele Möglichkeiten unse-

re sozialen Kontakte zu pflegen und erhalten.

Natürlich hoffe ich, dass die Krise in naher Zukunft überwunden ist und wir wieder die Räume und Gruppen des CVJMs für Sie öffnen können.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien gutes Durchhaltevermögen und Gottes Segen.

„Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen

und Sinne in Christus Jesus.“ (Philipper 4,7)

Vorstand David Nerz 

zur Corona-Krise:

Liebe CVJMer,
auch vor unserem Verein macht die aktuelle

Lage um COVID-19 nicht halt.

Der Entscheidung der Behörden, Schulen, Sportstätten, Spielplätze und dergleichen zu schließen, haben wir uns angeschlossen. Wir verstehen die Sorgen der Behörden, danken für deren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Zeit und schließen uns dem gemeinschaftlichen Engagement an, mit dem eine schnelle Verbreitung des Coronavirus verhindert werden soll. Somit werden wir alle Gruppen, Aktivitäten, Sportveranstaltungen, Sitzungen und dergleichen bis auf Weiteres einstellen. Diese Maßnahme dient zum Schutz aller Beteiligten. 

Wir empfinden das als Verpflichtung, die wir gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern und nicht zuletzt gegenüber der vielen Kinder und Jugendlichen, die uns anvertraut sind, haben.

Sollte sich an der Bewertung der Situation etwas ändern, werden wir zeitnah reagieren.

Die Situation ist für uns alle neu und herausfordernd, doch wenn wir uns auf unsere gemeinsamen Stärken besinnen, haben wir gute Voraussetzungen, diese Krise gut zu überstehen.

Lasst uns weiterhin zusammenhalten und passt gut auf euch auf!

Folgendes möchten wir eigentlich schon gerne

machen und feiern!

Hoffen wir, dass die Krise bald vorbei ist!

Das Trainee-Wochenende vom 1. – 3. Mai in Eisenbach/ Schwarzwald

Christi Himmelfahrt und Pfingsten im Mai und Juni

das Gemeindefest am Sonntag, 5. Juli

das Zeltlager vom 30. Juli bis 2. August

die Sommerfreizeit in Ungarn vom 7. – 14. August

Hier wird auch gelten: So Gott will und wir leben!

Monatsspruch:

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.  1.Korinther 15,42

Bald ist Ostern! Diese Nachricht geht im Moment völlig unter. Man hat den Eindruck, die Zeit scheint stillzustehen und sich nur noch um ein Thema zu drehen: Corona. Dieses kleine Virus hat es schon jetzt geschafft, mehr Aufmerksamkeit zu erregen, als es Ostern für viele Menschen jemals hatte.

Beides ist beunruhigend, denn es zeigt auf der einen Seite, wie leicht wir Menschen uns von einem Thema dermaßen in den Bann schlagen lassen, dass wir alles andere darum herum verdrängen. Andererseits zeigt es aber auch, dass das höchste Fest der Christenheit mit dem Weihnachtshype nicht mithalten kann und somit immer mehr an Bedeutung verliert. Gehen Sie mal am Ostersonntag in den Gottesdienst (dieses Jahr nicht, aber sonst) und Sie werden viel Platz haben.

Wahrscheinlich hängt die zunehmende Bedeutungslosigkeit von Ostern einfach auch am Thema. Eine Jungfrauengeburt vermarktet sich nun mal besser als ein mit der grausamsten Methode der Antike zu Tode gekommener Störenfried.

Aber die Osterbotschaft hat es wahrlich in sich. Durch die Auferstehung Jesu von den Toten hat sich das Leben durchgesetzt gegen Sünde und Tod. Sie sind besiegt und haben ihre Macht über uns Menschen für immer verloren.

Durch den Glauben an Jesu Christi wird das, was dem Tode und der Verwesung geweiht war, umgemünzt in Auferstehung und Ewigkeit. Das ist die Botschaft von Ostern und von unserem Monatsspruch. Der Monatsspruch beinhaltet dabei nur eines von insgesamt vier Gegensatzpaaren, die der Apostel Paulus verwendet, um uns die Kraft der Auferstehung vor Augen zu führen. Im weiteren Verlauf des Korintherbriefs wird aus Unehre Herrlichkeit, aus Schwachheit Kraft und aus dem natürlichen Leib ein geistlicher Leib.

Also ohne Tod keine Auferstehung, ohne Karfreitag kein Ostern, ohne das Ablegen von alten und vielleicht schlechten Gewohnheiten kein neuer Mensch! Wer das glaubt und damit die Osterbotschaft ernst nimmt, der hat genügend Hoffnung und Zuversicht, um sich vor nichts zu fürchten!

„Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!“

Martin Sautter

Wenn im CVJM die Parole ausgegeben würde: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!“, was würden wir darauf antworten? Würden wir sagen, alles klar Chef, wird gemacht? Oder wären wir etwas irritiert, hätten vielleicht Probleme zu verstehen, was damit gemeint ist?

Gehen, verkündigen, Himmelreich?  Das Kapitel 10 des Matthäus-Evangelium, aus dem unser Monatsspruch stammt, ist überschrieben mit „Die Berufung der Zwölf“. Der Evangelist erzählt, wie Jesus zwölf Jünger auswählt  und sie beauftragt, den Menschen in Israel die Botschaft vom nahenden Himmelreich zu bringen. Sie sollen zu den Menschen hingehen. Wie machen wir es? Warten wir eher ab, bis die Menschen zu uns kommen? Klagen wir gar darüber, dass scheinbar immer weniger Menschen den Weg in die Gottesdienste oder in unsere Gruppen und Kreise, in unseren CVJM finden? Oder sind wir kreativ, haben Ideen, wie wir Menschen auch außerhalb unserer kirchlichen Räumen erreichen können? Hingehen - eine große Herausforderung, wie ich meine.

Wir sollen hingehen und verkündigen! Doch was bedeutet verkündigen?    Verkündigen meint, wir sollen weitersagen, was wir als Christen gesehen und gehört haben. Jesus begegnet seinen Jüngern in ihrem Alltag. Diese Begegnung verändert sie so, dass sie alles verlassen, was ihnen vorher wichtig und wertvoll ist. Sie folgen ihm nach! Jesus wird zu ihrem besten Freund, dem sie sich ganz anvertrauen. In seiner Nähe müssen sie gespürt haben, was es heißt, wenn der Himmel die Erde berührt. Doch was ist der Himmel? In unserer Deutschen Sprache haben wir für Himmel nur ein Wort. Im Englischen gibt das Wort „sky“ und das Wort „heaven“. „Sky“ meint eher den Himmel, den wir über uns sehen, wenn wir Spazieren gehen oder den die Weltraumfahrer auf ihren Expeditionen erkunden. Mit „heaven“ aber ist der Himmel gemeint, der ein Ausdruck für das Schöne ist, für das Gute, das Gerechte, das Friedliche (Schalom), das Vollkommene, der Ort, wo Gott wohnt.  Doch Jesus meint mit Himmelreich noch etwas anderes. Jesus bezieht das Himmelreich ganz konkret auf seine Person. Mit ihm, mit seinem Kommen auf die Erde, mit seinem Leiden, Sterben und seiner Auferstehung ist der Himmel uns ganz nahe gekommen. In seiner frohen Botschaft von der Gnade und Liebe Gottes, die allen Menschen gilt, berühren sich Himmel und Erde. Wenn wir eine lebendige Freundschaft mit ihm pflegen, wenn wir seine Gebote halten, wie sie uns auch in der Bergpredigt überliefert sind (Mtth. 5 – 7), dann ist das Himmelreich ganz nahe, auch wenn uns die Last der Welt noch zu schaffen macht. Weil das die beste Nachricht  ist die es gibt, deshalb sollen wir als Nachfolger Jesu, als Mitarbeitende im CVJM und in der Kirchengemeinde, hingehen und verkündigen in Wort und Tat: Das Himmelreich ist nahe

Dazu wünscht viel Kraft, Fantasie und Ausdauer,

Ihr / Euer Karl-Heinz Thurm

Monatsspruch:

Jesus Christus spricht:

WachetMarkus 13,37

Mit der Geduld ist das bei mir so eine Sache. Eine gewisse Zeit warten geht ja in Ordnung. Aber wenn ich zu lange auf etwas warten muss, rechne ich nicht mehr damit, dass noch etwas geschieht. Ich weiß auch, dass ich nicht unbedingt der geduldigste Mensch bin. Geduld hat halt seine Grenze.

Das war vermutlich vor 2000 Jahren nicht anders, denn Jesus vergleicht das kommende Reich Gottes mit einem Hausherrn, der verreist und seinem Gefolge aufträgt, während seiner Abwesenheit sein Haus zu hüten und zu bewachen. So wäre es fatal, wenn er heimkäme und würde alle schlafend vorfinden. Da er aber nicht angekündigt hat, wann er kommen wird, bedeutet das für sein Gefolge, dass sie ständig wachsam sein sollten.

Deshalb sagt Jesus zu seinen Jüngern und allen: „Wachet“.

Genau das erwartet Jesus von seinen Nachfolgern, dass sie das Reich Gottes erwarten und dabei nicht nachlassen und ungeduldig werden.

Unweigerlich denke ich in diesem Zusammenhang auch an die Szene im Garten Gethsemane, wo Jesus betet und seine Jünger bittet, zu wachen. Sie können es nicht, haben den Ernst der Dinge immer noch nicht begriffen, bis dass Jesus

schließlich verhaftet wird.

Aber was bedeutet das für uns, wenn wir Jesus nachfolgen wollen?

Erwarten wir ein Reich Gottes in einer Zukunft, oder vielleicht bereits morgen? Sind wir wachsam oder haben wir die Hoffnung auf Gottes

Reich bereits verloren?

Das Reich Gottes, wie ich es sehe, ist nicht etwas, was in einer näheren und ferneren Zukunft liegt, auf das wir endlich oder unendlich warten müssen, so wie es die Urgemeinde noch tat.

Das Reich Gottes ist sehr real in unserer Zeit. Es ist immer dort, wo einer für den anderen da ist, wo Menschen den Anderen ebenso wertschätzen wie sich selbst, wo man Gottesdienst feiert, in welcher Form auch immer, betet, helfend tätig ist und an vielen weiteren Orten.

Das Reich Gottes ist überall dort, wo der Heilige Geist wirkt. Und wachsam sein, bedeutet, nicht nachzulassen in den Bemühungen, dieses Reich Gottes in unserer heutigen Welt zu leben.

Gott möge uns dazu Wachsamkeit,

Geduld und Kraft geben.

Klaus-Dieter Kriegeskorte

 

 

Freundliche Reden sind

Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder (Sprüche 16,24)

„Ja, klar doch“, denke ich, das ist vollkommen klar. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus.

Aber der Monatsspruch hört nicht damit auf, wie ich rede. Nein, es geht weiter mit: Süß für die Seele und heilsam für die Glieder. Mein (Dein) freundliches Reden tut dem Anderen gut. Es wärmt ihn und es heilt ihn sogar.

Da ertappe ich mich doch diese Woche bei der Arbeit, wie ich manchmal nicht freundlich meinen Kollegen geantwortet habe. Im Nachhinein frage ich mich, warum ich in so einen Ton gesprochen habe.

Ich weiß es nicht! Aber ich weiß, dass wenn ich etwas überlegt hätte, so knapp eine Sekunde, dabei etwas gelächelt hätte, dann hätte ich die Zeit gehabt, um eine freundliche Antwort zu geben. Manchmal bin ich zu schnell mit meiner Antwort.

Da habe ich Nachholbedarf.
Aber ich selbst bin zu schwach dazu, das allein zu ändern. Deshalb darf ich diesen Nachholbedarf in einem Gebet, vielleicht ist es ein kleines, kurzes Stoßgebet, unserem Herrn Jesus sagen.

Und wir sollen nicht nur einmal am Tag freundliche reden. Nein, es steht im Plural – freundliche Reden. Das heißt jetzt nicht, dass ich immer nur freundlich sein soll und der Andere darf unfreundlich oder sogar schlecht daherreden. Aber ich soll so oft es geht freundlich reden. Und dazu brauche ich auch Jesus. Denn wenn es mich schmerzt, kann er diese Wunden heilen.

Volker Nerz